Schon wieder Nachsorge

Gestern war es wieder soweit. Ich bin nach Dachau zur Nachsorge in die HNO Ambulanz gefahren. Das Schöne in Coronazeiten ist ja, dass es plötzlich auch in Einrichtungen wie dieser, fast keine Wartezeiten mehr gibt. Ich war etwas zu früh dran und saß kaum im Wartezimmer, da wurde ich auch schon aufgerufen.

Relativ entspannte Nachsorge

Diesmal bin ich relativ entspannt zur Nachsorge gefahren. Denn ich war ja erst zur Sonografie meiner Schilddrüse und meiner verbliebenen Lymphknoten, bei meiner Endokrinologin. In der HNO Abteilung wird auch jedes Mal ein Ultraschall gemacht. Das Positive bei einer Sonografie ist, dass es eine risikoarme Untersuchung ist und entsprechend auch häufiger durchgeführt werden kann. Ohne gravierende Nebenwirkungen. Auch gestern gab es für mich eine gute Rückmeldung der Ärztin – keine Veränderungen zu sehen.

Schon wieder Nachsorge. Hier sitze ich schon auf dem Untersuchungsstuhl.
Wirkliche Entspannung sieht anders aus.

Nachsorge bringt keine totale Sicherheit

Ein fader Beigeschmack bleibt für mich trotzdem immer. Denn durch meinen Radialislappen ist mein Zungenrand kaum zu untersuchen. Das Transplantat deckt den kompletten operierten Bereich ab. Wenn also bei einer in Augenscheinnahme etwas entdeckt werden würde, dann wäre es bereits so weit fortgeschritten, dass vermutlich nur noch eine palliative Versorgung möglich wäre.

HNO Nachsorge. Das sind die Instrumente mit denen untersucht wird.
So sieht der Instrumentewagen in der HNO Abteilung aus.

Termin zur Jahresinspektion

Genau aus diesem Grund habe ich gestern mit meinen Ärzten die große „Jahresinspektion“ geplant. Dazu muss ich wieder ambulant ein CT vom Kopf und Halsbereich machen lassen und ein MRT des Oberkörpers. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen bringe ich Mitte September mit ins Krankenhaus. Meine Unterlagen werden in der wöchentlichen Tumorkonferenz besprochen. Die Aufnahmen aus dem Kopf- und Halsbereich sind nicht einfach zu deuten. Durch die OP und die anschließende Bestrahlung ist das Gewebe so verändert, daß weitere Veränderungen schwer zu erkennen sind.

Im Krankenhaus werde ich geplant am Montag zum Vorgespräch sein. Im Zuge dessen wird ein Coronatest gemacht und ich stehe ab diesem Zeitpunkt unter häuslicher Quarantäne. Am Mittwoch checke ich morgens ein (vorausgesetzt, das Testergebnis ist negativ). Dann wird unter Vollnarkose die Panendoskopie durchgeführt.

Zeit bis zur großen Nachsorge gut überstehen

Bis es soweit ist, dauert es noch 2 Monate. Wie übersteht Ihr solange Wartezeiten? Ich habe mir vorgenommen, wieder etwas mehr Zeit mit mir selbst zu verbringen. Gestern habe ich das erste Mal seit langer Zeit wieder meditiert. Das möchte ich jetzt mindestens einmal pro Woche machen. Ich habe mir eine angeleitete Meditation gesucht, bei der es um das Thema „Heilkräfte aktivieren“ ging. Kann ja nicht schaden… In den ersten Wochen des Homeschoolings habe ich immer Montags mit meinen Kindern gemeinsam meditiert. Irgendwie ist das dann leider eingeschlafen, obwohl es uns dreien richtig gut gefallen hat.

Außerdem möchte ich wieder etwas mehr malen. Das ist viel zu kurz gekommen in den letzten Wochen. Ich denke, jetzt in den Ferien habe ich dazu mehr Zeit. Auch wenn ich natürlich arbeiten gehen muss. Aber der Druck, die Kinder zum Hausaufgaben machen zu bringen, ist dann weg. Selten habe ich die Sommerferien so herbei gesehnt, wie in diesem Jahr. Ich vermute, so geht es vielen Eltern. Ich habe mir 2 Bücher für Malprojekte aus der örtlichen Bücherhalle ausgeliehen, um neue Inspiration zu bekommen. Ihr dürft also gespannt sein…ich werde Euch berichten.

Bleibt gesund!